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KassenKompass: Wie Fiona Jasmut mit dem Maschmeyer-Deal den Krankenkassenwechsel automatisiert

Pitchdeck Magazin Redaktion·
Offizielle Ueber-uns-Seite von KassenKompass mit Team und Markenauftritt

KassenKompass ist eine Hamburger Plattform, die den Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse so einfach machen will wie einen Tarifvergleich: Fragebogen ausfüllen, Empfehlung erhalten, den Rest erledigt das Startup. Dahinter stehen die Gründer Fiona Jasmut und Ole Walkenhorst – und seit der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auch Investor Carsten Maschmeyer. Dieses Porträt beantwortet, wer hinter KassenKompass steht, wie das Geschäftsmodell funktioniert und welche der kursierenden Zahlen belastbar sind.

Das Wichtigste in Kürze:

  • KassenKompass vergleicht gesetzliche Krankenkassen automatisiert und übernimmt Kündigung und Wechsel für die Nutzer.
  • Gegründet haben Fiona Jasmut und Ole Walkenhorst; die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 22.01.2024. Die Stadt Hamburg förderte den Start mit 200.000 Euro.
  • In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ (Ausstrahlung: 29.09.2025) boten die Gründer 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile – der finale Deal mit Carsten Maschmeyer lautete 300.000 Euro für 20 Prozent.
  • Verdient wird über eine gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung von 112,35 Euro pro vermitteltem Wechsel.
  • Als größten Wettbewerber nennt Gründerin Fiona Jasmut selbst Check24.

KassenKompass im Steckbrief

Die wichtigsten Fakten zum Unternehmen im Überblick:

Firmenname & SitzKassenKompass GmbH, Wendenstraße 130, 20537 Hamburg (HRB 184797)
Gründungsjahr2024 – Eintragung ins Handelsregister am 22.01.2024
GründerFiona Jasmut (CSO) und Ole Walkenhorst (CEO)
Branche & GeschäftsmodellDigitaler Vergleichs- und Wechselservice für gesetzliche Krankenkassen
Finanzierung & Investor200.000 Euro InnoFinTech-Förderung der Stadt Hamburg (2024, ohne Anteilsabgabe) plus 300.000 Euro von Carsten Maschmeyer gegen 20 Prozent der Anteile (2025)
Bilanzsumme123.732 Euro (Stand: 31.12.2024, Quelle: Bundesanzeiger)
Stand der AngabenJuli 2026

Wer hinter diesen Eckdaten steht, zeigt ein Blick auf das Gründerduo.

Wer steckt hinter KassenKompass? Fiona Jasmut und Ole Walkenhorst

Beide Gründer kommen aus der Versicherungsberatung. Dort erlebten sie täglich, wie schwer es Kunden fällt, die Unterschiede zwischen den mehr als 90 gesetzlichen Krankenkassen einzuschätzen – und wie selten die Kasse hinterfragt wird, die viele unkommentiert von den Eltern übernehmen.

Fiona Jasmut ist CSO und das Gesicht des Startups nach außen; laut Handelsregister-Publikation vom 19.01.2026 wurde ihr zudem Prokura erteilt. Ole Walkenhorst – im Register als Karl Ole Walkenhorst geführt – verantwortet als CEO und Geschäftsführer die operative Seite.

Die Gründungsgeschichte von KassenKompass

Die Idee entstand aus der Beratungspraxis: Jasmut und Walkenhorst stellten nach eigener Auskunft fest, dass manche Kassen sogar Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung übernehmen – ohne Mehrkosten für die Versicherten. Solche Unterschiede seien den meisten unbekannt, so die Gründer. Daraus wurde der Plan für einen transparenten Vergleichsrechner.

Am 22. Januar 2024 trug das Amtsgericht Hamburg die KassenKompass GmbH mit 25.000 Euro Stammkapital ins Handelsregister ein. Den Starterschub lieferte die Stadt: Über das InnoFinTech-Programm (IFB) flossen 200.000 Euro – ohne Anteilsabgabe, wie Jasmut der FAZ sagte (November 2024).

„Kapital und Kundennähe waren für uns die wichtigsten Punkte. Für den Start haben wir die InnoFinTech-Förderung der Stadt Hamburg erhalten (200.000 €). Damit konnten wir unsere Programmierung starten. Denn die beste Idee ohne Kapital bleibt leider oft nur eine Idee.“ Fiona Jasmut im Interview mit dem Pitch Deck Magazin (28.10.2025)

Bevor der Rechner live ging, berieten die Gründer drei Monate lang selbst am Telefon – eins zu eins, um das Produkt an echten Bedürfnissen zu validieren.

Geschäftsmodell: So verdient KassenKompass Geld

Der Markt ist groß: Über 90 Prozent der Menschen in Deutschland sind gesetzlich krankenversichert – fast 75 Millionen Versicherte bei mehr als 90 Kassen (Quelle: WirtschaftsWoche, 2025). Obwohl Beitragsunterschiede und Bonusprogramme mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen können, wechseln nur wenige die Kasse. Diese Hürde nimmt KassenKompass ab – der Ablauf:

  • Fragebogen: Du machst Angaben zu deiner Lebenssituation und deinen Prioritäten – Beitrag, Leistungen oder Bonusprogramme.
  • Empfehlung: Ein Algorithmus gleicht deine Angaben mit den Konditionen der Kassen ab.
  • Wechsel: KassenKompass übernimmt Kündigung und Anmeldung vollständig digital.
  • Bonus: Der Service begleitet dich bis zur Auszahlung von Bonusprogrammen.

Für dich als Nutzer ist das kostenlos. Verdient wird pro vermitteltem Wechsel – und zwar unabhängig davon, welche Kasse empfohlen wird: Jede Kasse zahle dieselbe gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung von 112,35 Euro, erklärte Jasmut im Interview mit der WirtschaftsWoche. Eine Steuerung der Empfehlungen über Provisionen sei damit ausgeschlossen.

KassenKompass und Maschmeyer: TV-Pitch vs. tatsächlicher Deal

Die entscheidende Folge von „Die Höhle der Löwen“ lief am 29. September 2025. Im Pitch boten Jasmut und Walkenhorst 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile – eine Bewertung von 3 Millionen Euro. Maschmeyer verlangte 20 Prozent für dieselbe Summe – und die Gründer schlugen ein. Rechnerisch halbierte sich die Bewertung damit auf rund 1,5 Millionen Euro. Ein Nachverhandeln, das zeigt, wie zentral es ist, ein Term Sheet zu verstehen und zu verhandeln.

Anders als bei manchem TV-Handschlag hielt der Deal: Nach einer Due Diligence von zwei bis drei Monaten stieg Maschmeyer formal ein; laut Jasmut ist er seit Mai 2025 an Bord. Über die Zusammenarbeit sagt sie:

„Netzwerk + Erfahrung + Fokus sind relevant. Wir sprechen alle drei Wochen, sind eng im Austausch und können bei spezifischen Themen auf sein Team zugreifen.“ Fiona Jasmut im selben Pitch-Deck-Magazin-Interview (28.10.2025)

Maschmeyer brachte mehr als Kapital: Er öffnete Türen zu großen Finanzvertrieben und initiierte die zum Jahreswechsel 2025/2026 geplante Integration in die Finanzguru-App. Zudem unterstützt das Team seines Risikokapitalgebers Seed + Speed das Startup beim weiteren Ausbau.

Finanzierung und Wachstum: Zahlen mit Vorsicht

Bei jungen Startups kursieren viele Zahlen mit unterschiedlicher Aussagekraft. Die wichtigsten Meilensteine im Überblick:

  • 22.01.2024: Eintragung der KassenKompass GmbH ins Handelsregister, Stammkapital 25.000 Euro.
  • 2024: 200.000 Euro InnoFinTech-Förderung der Stadt Hamburg, ohne Anteilsabgabe.
  • 31.12.2024: Stichtag des ersten testierten Jahresabschlusses.
  • Februar 2025: Aufzeichnung des TV-Pitchs für „Die Höhle der Löwen“.
  • Mai 2025: Carsten Maschmeyer steigt nach der Due Diligence formal ein.
  • 29.09.2025: Ausstrahlung der Folge bei „Die Höhle der Löwen“.
Infografik: KassenKompass-Timeline – Gründung und Handelsregister-Eintragung am 22.01.2024, InnoFinTech-Förderung der Stadt Hamburg 2024 (200.000 Euro), DHDL-Aufzeichnung Februar 2025, Maschmeyer-Einstieg Mai 2025, TV-Ausstrahlung bei Die Höhle der Löwen am 29.09.2025

Zum Umsatz gibt es bislang nur Angaben der Gründer aus der Sendung: Zum Aufnahmezeitpunkt Anfang 2025 habe KassenKompass rund 140.000 Euro umgesetzt, für 2025 rechnete das Duo mit etwa 560.000 Euro (Quelle: Business Insider, 30.09.2025). Das sind Aussagen aus der Show, keine geprüften Zahlen.

Belastbarer ist der testierte Jahresabschluss zum 31.12.2024, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 07.01.2026: Die Bilanzsumme beträgt 123.732 Euro, der Jahresüberschuss 77.133 Euro, die Verbindlichkeiten 30.650 Euro. Das ist eine Bilanz zum Stichtag – kein Umsatz.

KassenKompass im Wettbewerb: Check24 und die Marktlogik

Die Konkurrenzfrage zog sich durch den Pitch. Investor Frank Thelen nannte das Produkt „relativ trivial“ und leicht nachbaubar – und stieg aus. Auf die Frage nach der größten Sorge antwortete Jasmut selbst mit Check24: Ein großer Anbieter könnte das Modell kopieren.

Im Interview mit der WirtschaftsWoche räumte sie ein: „Wir werden wahrscheinlich niemals so viel Geld in Werbung stecken können wie Check24.“ Die Abgrenzung soll über Vertrauen und Beratungsnähe laufen; laut Jasmut nutzen auch viele Finanzberater das Tool in ihrer Kundenberatung. Medial wird das Modell solcher Online-Kassenportale zudem kritisch begleitet, etwa in einem BR24-Beitrag zur „Schnäppchenjagd auf Kosten der Kranken“.

KassenKompass heute

Aktuell listet die Website ein achtköpfiges Team inklusive Beirats-Rollen (Stand: Juli 2026). Nach eigenen Angaben vertrauen inzwischen mehr als 10.800 Kunden auf den Service, die Google-Bewertung liegt bei 4,8 – beides Unternehmensangaben. Unabhängige Anerkennung gab es ebenfalls: 2025 belegte Fiona Jasmut Platz 2 beim Jungmakler Award in der Kategorie GKV.

Die Vision: Bis 2030 wollen die Hamburger einer Million Menschen zur passenden Krankenkasse verholfen haben. Jasmuts Kurzfassung des Angebots klingt so:

„KassenKompass findet deine beste gesetzliche Krankenkasse kostenlos in 3 Minuten. Basierend auf deiner Lebenssituation.“ Fiona Jasmut im Pitch-Deck-Magazin-Interview (28.10.2025)

Häufige Fragen zu KassenKompass

Wer ist Fiona Jasmut bei KassenKompass?

Fiona Jasmut ist Co-Gründerin und CSO von KassenKompass. Sie stammt aus der Versicherungsberatung, pitchte das Startup in der Show „Die Höhle der Löwen“ und erhielt laut Handelsregister-Publikation vom 19.01.2026 Prokura.

Wie viel investierte Carsten Maschmeyer bei KassenKompass?

Der finale Deal lautete 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile; gepitcht waren 300.000 Euro für 10 Prozent. Die Bewertung sank rechnerisch von 3 Millionen auf rund 1,5 Millionen Euro. Maschmeyer ist seit Mai 2025 formal an Bord.

Wie verdient KassenKompass Geld?

Pro vermitteltem Wechsel zahlt die jeweilige Krankenkasse eine gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung von 112,35 Euro. Für dich ist der Vergleichs- und Wechselservice kostenlos.

Wer ist der größte Konkurrent von KassenKompass?

Als größten Konkurrenten nennt Fiona Jasmut Check24. Zur Abgrenzung setzt KassenKompass auf Beratung und Vertrauen statt auf ein großes Werbebudget.

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