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Finanzen & Steuern

Deckungsbeitrag berechnen: DB1, DB2 und Formel einfach erklärt

Pitchdeck Magazin Redaktion·
Top view of paper sheets with notes placed with pens with calculator and marker near keyboard on dirty table
Bild von Skylar Kang auf Pexels

Der Deckungsbeitrag zeigt dir, wie viel von deinem Umsatz übrig bleibt, nachdem du die variablen Kosten abgezogen hast. Diese Kennzahl brauchst du, wenn du Preise kalkulierst, Rabatte verhandelst oder entscheidest, welche Produkte in deinem Sortiment bleiben sollen. Hier erfährst du, was der Deckungsbeitrag genau aussagt, mit welcher Formel du ihn berechnest und wie sich die Stufen DB1 und DB2 unterscheiden. Eine durchgängige Beispielrechnung mit runden Zahlen führt dich Schritt für Schritt durch den Rechenweg, und das FAQ am Ende beantwortet die häufigsten Fragen zur Kennzahl.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus Umsatz und variablen Kosten. Er zeigt, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.
  • DB1 ist die erste Stufe: Umsatz minus variable Kosten. DB2 zieht zusätzlich die einem Produkt oder Bereich direkt zurechenbaren Fixkosten ab.
  • Der Deckungsbeitrag ist weder Gewinn noch Marge. Erst das, was nach Abzug aller Fixkosten übrig bleibt, ist dein Betriebsergebnis.
  • In der Praxis hilft dir die Kennzahl bei der Preiskalkulation, bei Rabattentscheidungen und bei der Frage, welche Produkte im Sortiment bleiben sollten.
  • Mit dem Deckungsbeitrags-Rechner im Pitch Deck Magazin kannst du deine eigenen Zahlen direkt durchrechnen.

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag ist eine Kennzahl aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Er beschreibt die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den variablen Kosten eines Produkts, einer Produktgruppe oder des gesamten Unternehmens. Kurz gesagt: Der Deckungsbeitrag zeigt dir, welcher Betrag nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken. Du kannst die Kennzahl auf eine einzelne verkaufte Einheit, auf ein Produkt, einen Unternehmensbereich oder das gesamte Unternehmen beziehen – je nachdem, welche Entscheidung du gerade treffen willst.

Variable Kosten sind alle Kosten, die mit der produzierten oder verkauften Menge steigen und fallen. Typische Beispiele sind Material- und Wareneinsatz, Akkordlöhne, Fracht- und Versandkosten oder Verkaufsprovisionen. Verkaufst du kein einziges Stück, fallen auch keine variablen Kosten an.

Fixkosten laufen dagegen unabhängig von der Ausbringungsmenge weiter: Miete, Gehälter für festangestellte Mitarbeiter, Versicherungen und Abschreibungen entstehen auch dann, wenn die Produktion kurzzeitig stillsteht. Genau hier setzt der Deckungsbeitrag an: Er misst, wie viel jede verkaufte Einheit dazu beiträgt, diese laufenden Kosten abzudecken.

Methodisch stammt die Kennzahl aus der Teilkostenrechnung. Anders als in der Vollkostenrechnung verteilst du die Fixkosten nicht künstlich auf die Produkte, sondern betrachtest nur die Kosten, die ein Produkt tatsächlich verursacht. Das macht Entscheidungen transparenter, weil die Fixkosten kurzfristig ohnehin anfallen – egal, ob du eine Einheit mehr oder weniger verkaufst.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zum Gewinn: Der Deckungsbeitrag ist nicht das, was du verdienst. Solange die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten nicht vollständig abdeckt, arbeitest du mit Verlust. Erst der Überschuss über die Fixkosten hinaus ist dein Betriebsergebnis. Auch mit der Marge wird die Kennzahl häufig verwechselt: Die Marge setzt den Gewinn typischerweise ins Verhältnis zum Umsatz – mit dem Unternehmensgewinn hat der einzelne Deckungsbeitrag zunächst nichts zu tun.

Deckungsbeitragsformel: So berechnest du den Deckungsbeitrag

Die Grundformel des Deckungsbeitrags lautet:

Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten

Du brauchst also zwei Werte: den Umsatz im betrachteten Zeitraum und die variablen Kosten, die für dieselbe Menge angefallen sind. Beide Zahlen findest du in deiner Buchhaltung beziehungsweise Kostenrechnung. Entscheidend ist, dass beide Werte zur selben Absatzmenge und zum selben Zeitraum passen.

In der Praxis wird häufig mit dem Stückdeckungsbeitrag gearbeitet. Er bezieht sich auf eine einzelne verkaufte Einheit:

Stückdeckungsbeitrag (db) = Verkaufspreis − variable Stückkosten

Multiplizierst du den Stückdeckungsbeitrag mit der Absatzmenge, erhältst du den Gesamtdeckungsbeitrag eines Produkts:

Gesamtdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag × Absatzmenge

Ergänzend lohnt der Blick auf die Deckungsbeitragsquote. Sie setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zum Umsatz und wird in Prozent ausgedrückt:

Deckungsbeitragsquote = (Deckungsbeitrag ÷ Umsatz) × 100

Ein kurzes Zahlenbeispiel: Bei 10.000 € Umsatz und 4.000 € Deckungsbeitrag liegt die Quote bei 40 Prozent – von jedem eingenommenen Euro bleiben 40 Cent für die Fixkostendeckung. Die Quote macht Produkte unterschiedlicher Preislagen vergleichbar: Ein Produkt mit 20 € absolutem Deckungsbeitrag kann wirtschaftlich attraktiver sein als eines mit 50 €, wenn es bei deutlich geringerem Umsatz die höhere relative Quote erzielt. Der absolute Wert sagt dir also, wie viel Geld ein Produkt zur Fixkostendeckung beiträgt, die Quote, wie effizient es das tut.

DB1 und DB2 im Unterschied: Formeln und Bedeutung

Ein einziger Deckungsbeitragswert reicht oft nicht aus, weil sich Fixkosten unterschiedlich gut zuordnen lassen. Deshalb arbeitet die Praxis mit einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. Die beiden wichtigsten Stufen sind DB1 und DB2.

DB1: Deckungsbeitrag auf Produktebene. Der DB1 ist die erste Stufe und entspricht der Grundformel:

DB1 = Umsatzerlöse − variable Kosten

Er beantwortet die Frage: Trägt dieses Produkt überhaupt etwas zur Fixkostendeckung bei? Ein positiver DB1 bedeutet, dass jede verkaufte Einheit mehr einbringt, als sie an variablen Kosten verursacht. Ein negativer DB1 ist ein Alarmsignal: Das Produkt kostet in Herstellung oder Vertrieb mehr, als es einspielt, und jeder zusätzliche Verkauf vergrößert den Verlust. In dem Fall musst du am Preis, an den variablen Kosten oder am Produkt selbst ansetzen.

DB2: Deckungsbeitrag nach Bereichsfixkosten. Der DB2 geht einen Schritt weiter und zieht die Fixkosten ab, die sich einem Produkt oder Bereich direkt zuordnen lassen – etwa die Miete für eine eigene Produktionshalle oder das Gehalt eines fest zugeordneten Teams:

DB2 = DB1 − produktfixe beziehungsweise bereichsfixe Kosten

Damit beantwortet der DB2 eine schärfere Frage: Trägt das Produkt auch nach Abzug seiner eigenen Fixkosten noch zum Unternehmensergebnis bei? Ein Produkt kann einen positiven DB1 und trotzdem einen negativen DB2 haben. Dann deckt es zwar seine variablen Kosten, aber nicht die Fixkosten, die es selbst verursacht – auf Dauer ist das kein tragfähiges Modell.

Die Stufenrechnung lässt sich beliebig fortsetzen: Nach dem DB2 können weitere Fixkostenblöcke abgezogen werden, etwa Sparten- oder allgemeine Unternehmensfixkosten, bis am Ende das Betriebsergebnis steht. Für die Preiskalkulation und Sortimentssteuerung in kleinen und mittleren Unternehmen sind DB1 und DB2 jedoch die entscheidenden Stufen. Deshalb konzentriert sich dieser Artikel auf sie.

Beispielrechnung: Deckungsbeitrag Schritt für Schritt

Theorie wird mit Zahlen verständlicher. Das folgende Beispiel ist fiktiv und dient nur der Veranschaulichung – die bewusst runden Beträge stehen für kein reales Unternehmen und keine Branchenwerte.

Stell dir ein kleines Startup vor, das genau ein Produkt verkauft: 250 Einheiten pro Monat zu je 40 €. Die variablen Kosten liegen bei 24 € pro Einheit. Die Monatsrechnung sieht so aus:

PositionFormelBeispielwert
UmsatzVerkaufspreis × Absatzmenge10.000 €
Variable Kostenvariable Stückkosten × Absatzmenge6.000 €
DB1Umsatz − variable Kosten4.000 €
Fixkosten (Bereich)direkt zurechenbare Fixkosten2.500 €
DB2DB1 − Fixkosten1.500 €

Schritt 1: Umsatz ermitteln. 250 verkaufte Einheiten zu je 40 € ergeben 10.000 € Umsatz im Monat. Diese Zahl allein sagt noch nichts über die Wirtschaftlichkeit aus – entscheidend ist, was nach den variablen Kosten davon bleibt.

Schritt 2: Variable Kosten abziehen. Für Material, Verpackung und Versand fallen 6.000 € an. Ziehst du diesen Betrag vom Umsatz ab, ergibt sich der DB1: 10.000 € − 6.000 € = 4.000 €. Pro Einheit entspricht das einem Stückdeckungsbeitrag von 16 € (40 € minus 24 €). Diese 4.000 € stehen zur Deckung der Fixkosten bereit. Die Deckungsbeitragsquote liegt bei 40 Prozent.

Schritt 3: Fixkosten des Bereichs abziehen. Dem Produkt direkt zuordenbar sind 2.500 € Fixkosten im Monat, etwa anteilige Miete und ein festes Gehalt. Der DB2 beträgt damit: 4.000 € − 2.500 € = 1.500 €.

Schritt 4: Ergebnis einordnen. Der DB1 ist positiv, das Produkt deckt seine variablen Kosten also deutlich. Auch der DB2 ist mit 1.500 € positiv: Das Produkt trägt nach seinen eigenen Fixkosten noch Geld zum Gesamtergebnis bei. Erst wenn alle übrigen Fixkosten des Unternehmens abgezogen sind, zeigt sich, ob das Startup insgesamt profitabel arbeitet.

Die Zahlen sind bewusst einfach gewählt, damit du jeden Schritt nachvollziehen kannst. In deinem Unternehmen werden die Werte anders aussehen – die Logik bleibt identisch. Wenn du deine eigenen Zahlen durchrechnen willst, nutze den Deckungsbeitrags-Rechner im Pitch Deck Magazin: Dort gibst du Umsatz, variable Kosten und Fixkosten ein und erhältst DB1 und DB2 auf Knopfdruck.

Infografik zur Deckungsbeitrags-Stufenrechnung: Beispielrechnung mit Umsatz, variablen Kosten, DB1, Fixkosten und DB2

Deckungsbeitrag berechnen: Anwendung in Preiskalkulation und Sortiment

Der Deckungsbeitrag ist keine reine Controlling-Theorie. Er liefert dir konkrete Antworten auf vier alltägliche Fragen.

1. Wie tief darf dein Preis sinken? Die absolute Preisuntergrenze liegt bei den variablen Stückkosten. Dort ist der Stückdeckungsbeitrag genau null: Du deckst gerade noch die Kosten, die das Stück verursacht, trägst aber nichts mehr zu den Fixkosten bei. Alles darunter bedeutet, dass dich jeder Verkauf Geld kostet. Ein Beispiel mit runden Zahlen: Verkaufst du ein Produkt für 100 € bei variablen Kosten von 60 €, beträgt dein Stückdeckungsbeitrag 40 €. Ein Rabatt von 30 Prozent drückt den Preis auf 70 € – der Deckungsbeitrag schrumpft auf 10 €. Ein Rabatt von 45 Prozent läge unter der Preisuntergrenze und wäre ein Verlustgeschäft. Wer seinen Stückdeckungsbeitrag kennt, verhandelt Rabatte deutlich souveräner. Verschiedene Preisszenarien kannst du mit dem Preiskalkulations-Rechner durchspielen.

2. Welche Produkte gehören ins Sortiment? Rechne den DB1 für jedes Produkt aus. Produkte mit dauerhaft negativem DB1 gehören auf den Prüfstand, denn jeder Verkauf erhöht den Verlust. Der DB2 zeigt dir zusätzlich, ob ein Produkt seine eigenen Fixkosten trägt. Eine wichtige Einschränkung: Streiche Produkte mit schwachem Deckungsbeitrag nicht vorschnell. Zieht ein Ladenhüter Kunden an, die dann Produkte mit hohem Deckungsbeitrag kaufen, erfüllt er trotzdem eine Funktion. Entscheidend ist das Gesamtbild des Sortiments, nicht der Einzelwert.

3. Wann erreichst du die Gewinnschwelle? Der Deckungsbeitrag ist die Grundlage der Break-even-Rechnung. Teilst du die gesamten Fixkosten durch den Stückdeckungsbeitrag, erhältst du die Absatzmenge, ab der alle Fixkosten gedeckt sind. Beispiel: Bei 10.000 € Fixkosten und einem Stückdeckungsbeitrag von 40 € musst du 250 Einheiten verkaufen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Jede weitere Einheit erhöht dein Betriebsergebnis um 40 €. Deine persönliche Gewinnschwelle ermittelst du mit dem Break-even-Rechner.

4. Welches Produkt hat Vorrang, wenn deine Kapazität knapp ist? Bisher ging es um den absoluten Deckungsbeitrag pro Stück. Der reicht als Entscheidungsgrundlage allerdings nicht, sobald ein Engpass deine Produktion begrenzt – etwa eine Maschine, die nur eine bestimmte Zahl an Stunden pro Monat läuft, oder ein festes Team mit begrenzter Arbeitszeit. Dann brauchst du den relativen Deckungsbeitrag. Er setzt den Stückdeckungsbeitrag ins Verhältnis zu der Menge an Engpasskapazität, die eine Einheit verbraucht:

Relativer Deckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag ÷ Engpassbelastung pro Stück

Ein Beispiel mit runden Zahlen: Produkt A erzielt einen Stückdeckungsbeitrag von 40 € und belegt die Maschine zwei Stunden pro Einheit. Sein relativer Deckungsbeitrag liegt damit bei 20 € je Maschinenstunde. Produkt B kommt nur auf 30 € Stückdeckungsbeitrag, benötigt aber lediglich eine Stunde Maschinenzeit – sein relativer Deckungsbeitrag beträgt 30 € je Stunde. Nach absolutem Deckungsbeitrag sähe Produkt A attraktiver aus. Bei knapper Maschinenkapazität ist es aber Produkt B, denn es erwirtschaftet pro knapper Stunde mehr für die Fixkostendeckung. Priorisiere in so einem Fall die Produkte mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag, bis die Kapazität ausgeschöpft ist. Konkret im Beispiel: Wenn die Maschine 400 Stunden im Monat läuft und die Nachfrage ausreichend groß ist, erzielst du mit Produkt B bis zu 400 Einheiten und damit einen Gesamtdeckungsbeitrag von 12.000 €. Mit Produkt A wären bei derselben Kapazität nur 200 Einheiten und 8.000 € möglich – ein Unterschied von 4.000 € für die Fixkostendeckung, allein durch die Reihenfolge im Programm.

Wichtig ist die Reihenfolge der Prüfung: Solange kein Engpass besteht und du alles Produzierte auch absetzen kannst, bleibt der absolute Deckungsbeitrag die richtige Vergleichsgröße – dann verbessert jedes Produkt mit positivem DB1 die Fixkostendeckung. Erst wenn eine Ressource real nicht ausreicht, um die gesamte Nachfrage zu bedienen, kippt die Rangfolge. Der relative Deckungsbeitrag verhindert dann, dass du knappe Kapazität an Produkte verschenkst, die pro Stück viel, pro knapper Stunde aber wenig beitragen. Die Rechnung kostet nur wenige Minuten, schützt aber vor teuren Fehlentscheidungen im Produktprogramm.

Gerade für Gründer:innen ist die Kennzahl im Alltag nützlich: bei der ersten Preisfindung, bei Angebotskalkulationen und bei der Frage, welche Produkte oder Leistungen den größten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Wer seine Deckungsbeiträge kennt, kalkuliert mit Fakten statt mit Bauchgefühl. Am schnellsten bekommst du ein Gefühl für die Zusammenhänge, wenn du eigene Zahlen einsetzt – der Deckungsbeitrags-Rechner im Pitch Deck Magazin ist dafür der richtige Ausgangspunkt.

Häufige Fragen zum Deckungsbeitrag (FAQ)

Wie berechnest du den Deckungsbeitrag?

Du berechnest den Deckungsbeitrag, indem du vom Umsatz die variablen Kosten abziehst: Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten. Für eine einzelne Einheit nutzt du den Stückdeckungsbeitrag: Verkaufspreis − variable Stückkosten. Multipliziert mit der Absatzmenge ergibt das den Gesamtdeckungsbeitrag eines Produkts im betrachteten Zeitraum. Wichtig ist nur, dass Umsatz und variable Kosten zur selben Menge und zum selben Zeitraum passen.

Wie lautet die Deckungsbeitragsformel?

Die Grundformel lautet: DB = Umsatzerlöse − variable Kosten. Davon abgeleitet gibt es den Stückdeckungsbeitrag (db = Preis − variable Stückkosten), den Gesamtdeckungsbeitrag (db × Absatzmenge) und die Deckungsbeitragsquote ((DB ÷ Umsatz) × 100). Die Quote drückt den Deckungsbeitrag als Prozentsatz des Umsatzes aus und macht Produkte unterschiedlicher Preislagen vergleichbar.

Was ist der Unterschied zwischen DB1 und DB2?

Der DB1 ist die erste Stufe der Deckungsbeitragsrechnung: Umsatz minus variable Kosten. Er zeigt, ob ein Produkt überhaupt zur Fixkostendeckung beiträgt. Der DB2 zieht zusätzlich die Fixkosten ab, die sich dem Produkt oder Bereich direkt zuordnen lassen: DB2 = DB1 − bereichsfixe Kosten. Er zeigt, ob das Produkt nach seinen eigenen Fixkosten noch etwas zum Unternehmensergebnis beisteuert. Ein positiver DB1 bei negativem DB2 bedeutet: Das Produkt funktioniert, der dazugehörige Bereich aber kostet mehr, als er einbringt.

Ist der Deckungsbeitrag dasselbe wie Marge oder Gewinn?

Nein. Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus Umsatz und variablen Kosten und dient der Deckung der Fixkosten. Der Gewinn, also das Betriebsergebnis, entsteht erst, wenn alle Fixkosten abgezogen sind. Die Marge setzt den Gewinn typischerweise ins Verhältnis zum Umsatz. Ein positiver Deckungsbeitrag bedeutet also noch lange keinen Gewinn – er ist nur der erste Schritt auf dem Weg dorthin.

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