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Kostenrechnung

Gewinnschwelle berechnen

Break-even-Rechner für Menge und Umsatz – inklusive Deckungsbeitrag, Zielgewinn und Rechenweg. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Ihre Kennzahlen

Deckungsbeitrag pro Stück: 20,00 €

Wie viel Gewinn sollst du über die Gewinnschwelle hinaus erreichen?

Für Sicherheitsstrecke & Gewinn-Check.

Gewinnschwelle (Break-even-Point)

400 Stück

Break-even-Umsatz: 20.000 €

Deckungsbeitrag / Stück

20,00 €

Deckungsbeitragsquote

40 %

Zielgewinn-Menge

400 Stk.

Umsatz 20.000 €

Gewinn bei Planmenge

4.000 €

Planmenge vs. Gewinnschwelle

Gewinnschwelle400 Stk.
Geplante Menge600 Stk.

Sicherheitsstrecke: 200 Stück (33,3 %). Der Absatz darf um diesen Wert sinken, bevor du in die Verlustzone gerätst.

Rechenweg

  • Deckungsbeitrag: 50,00 €30,00 € = 20,00 €
  • Gewinnschwelle: 8.000 € ÷ 20,00 € = 400 Stück
  • Break-even-Umsatz: 400 × 50,00 € = 20.000 €

Ergebnis gerundet auf ganze Stück (aufgerundet – Teilstücke bringen noch keinen vollen Deckungsbeitrag). Die Gewinnschwelle ist eine Planungsgröße; Steuern, Skonti und Mengenrabatte sind nicht berücksichtigt.

Was ist die Gewinnschwelle (Break-even-Point)?

Die Gewinnschwelle – auch Break-even-Point oder Gewinngrenze – ist der Punkt, an dem dein Umsatz die gesamten Kosten exakt deckt. Hier machst du weder Gewinn noch Verlust. Liegst du darüber, erzielst du Gewinn; liegst du darunter, schreibst du rote Zahlen. Der Break-even-Point lässt sich mengenmäßig (als Stückzahl) und wertmäßig (als Umsatz in Euro) ausdrücken.

Die Break-even-Analyse beantwortet die zentrale Gründer- und Kalkulationsfrage: Wie viel muss ich verkaufen, bis sich mein Geschäft trägt? Sie ist fester Bestandteil jeder seriösen Finanzplanung und jedes Businessplans.

Formel: Gewinnschwelle berechnen

Die Gewinnschwelle berechnest du in zwei Schritten. Zuerst den Deckungsbeitrag pro Stück, dann die Break-even-Menge:

Break-even-Menge = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Stückkosten)

Der Nenner (Verkaufspreis − variable Stückkosten) ist der Stückdeckungsbeitrag: der Betrag, den jedes verkaufte Stück zur Deckung der Fixkosten beisteuert. Den Break-even-Umsatz erhältst du anschließend so:

Break-even-Umsatz = Break-even-Menge × Verkaufspreis

Beispielrechnung Schritt für Schritt

Ein kleiner Möbelbetrieb verkauft Regale für 50 € pro Stück. Die variablen Kosten (Material, Verpackung, Versand) betragen 30 € pro Stück, die monatlichen Fixkosten (Miete, Gehälter, Software) 8.000 €.

SchrittRechnungErgebnis
Deckungsbeitrag / Stück50 € − 30 €20 €
Break-even-Menge8.000 € ÷ 20 €400 Stück
Break-even-Umsatz400 × 50 €20.000 €

Ergebnis: Ab 400 verkauften Regalen bzw. 20.000 € Umsatz pro Monat ist die Gewinnschwelle erreicht. Jedes weitere Regal bringt 20 € Gewinn. Verkauft der Betrieb nur 350 Stück, fehlen 50 × 20 € = 1.000 € zur Deckung – es bleibt ein Verlust.

Menge für einen Zielgewinn berechnen

Die reine Gewinnschwelle deckt nur die Kosten. Meist willst du jedoch einen konkreten Zielgewinn erreichen. Dann behandelst du den gewünschten Gewinn einfach wie zusätzliche Fixkosten:

Zielmenge = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ Deckungsbeitrag

Beispiel mit 2.000 € Zielgewinn: (8.000 € + 2.000 €) ÷ 20 € = 500 Stück. Du musst also 100 Regale mehr verkaufen als an der reinen Gewinnschwelle. Genau das rechnet das Feld „Zielgewinn“ im Rechner oben live mit.

Sicherheitsstrecke: Wie robust ist deine Kalkulation?

Die Sicherheitsstrecke (auch Sicherheitsgrad oder Sicherheitskoeffizient) misst den Abstand zwischen deiner geplanten Absatzmenge und der Gewinnschwelle. Sie zeigt, um wie viel der Absatz einbrechen darf, bevor du Verluste machst:

Sicherheitsgrad = (Planmenge − Break-even-Menge) ÷ Planmenge

Plant der Betrieb 600 Regale, liegt die Sicherheitsstrecke bei 600 − 400 = 200 Stück bzw. rund 33 %. Der Absatz dürfte also um ein Drittel sinken, ohne dass Verlust entsteht. Je höher der Sicherheitsgrad, desto stabiler ist dein Geschäftsmodell gegenüber Nachfrage­schwankungen.

Wofür brauchst du die Break-even-Analyse?

  • Preiskalkulation: prüfen, ob ein Verkaufspreis überhaupt eine erreichbare Gewinnschwelle ermöglicht.
  • Businessplan & Finanzierung: Banken und Investor:innen erwarten den Break-even-Point als Kernkennzahl.
  • Produktentscheidungen: lohnt sich ein neues Produkt, und ab welcher Stückzahl?
  • Kostensenkung bewerten: simulieren, wie sich niedrigere Fixkosten oder variable Kosten auf die Schwelle auswirken.
  • Mengen- und Umsatzziele: realistische Absatz- und Umsatzziele für Vertrieb und Marketing ableiten.

Grenzen der Break-even-Rechnung

Die Break-even-Analyse ist ein Planungsmodell und vereinfacht die Realität bewusst. Beachte die Annahmen:

  • Verkaufspreis und variable Stückkosten gelten als konstant – Mengenrabatte, Skonti oder steigende Materialkosten bleiben außen vor.
  • Die Trennung in fixe und variable Kosten ist in der Praxis nicht immer eindeutig (z. B. sprungfixe Kosten bei Kapazitäts­ausbau).
  • Mehrproduktbetriebe brauchen eine Mischkalkulation oder getrennte Berechnungen je Produkt.
  • Steuern, Finanzierungskosten und der Faktor Zeit (Zahlungsziele) sind nicht enthalten.

Für die schnelle Orientierung, Preiskalkulation und den Businessplan ist die Gewinnschwelle dennoch eine der wichtigsten und aussagekräftigsten Kennzahlen überhaupt.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Gewinnschwelle?

Die Gewinnschwelle (Break-even-Menge) berechnest du mit: Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Stückkosten). Der Nenner ist der Deckungsbeitrag pro Stück. Beispiel: 8.000 € Fixkosten ÷ (50 € − 30 €) = 400 Stück. Ab dieser Menge arbeitest du gewinnbringend.

Was ist die Formel für den Break-even-Point?

Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück, wobei Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Stückkosten. Den Break-even-Umsatz erhältst du, indem du die Break-even-Menge mit dem Verkaufspreis multiplizierst.

Was bedeutet Gewinnschwelle einfach erklärt?

Die Gewinnschwelle ist der Punkt, an dem Umsatz und Gesamtkosten exakt gleich hoch sind – du machst weder Gewinn noch Verlust. Jedes weitere verkaufte Stück über dieser Schwelle bringt Gewinn in Höhe des Deckungsbeitrags.

Was ist der Unterschied zwischen Break-even-Menge und Break-even-Umsatz?

Die Break-even-Menge ist die Stückzahl, die du absetzen musst (z. B. 400 Stück). Der Break-even-Umsatz ist der zugehörige Erlös in Euro (Menge × Verkaufspreis, z. B. 20.000 €). Beide beschreiben denselben Punkt – einmal mengen-, einmal wertmäßig.

Was ist der Deckungsbeitrag und warum ist er wichtig?

Der Deckungsbeitrag ist Verkaufspreis minus variable Stückkosten. Er ist der Betrag, der pro verkauftem Stück zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Ist er null oder negativ, gibt es keine Gewinnschwelle – jedes Stück erhöht dann den Verlust.

Wie berechne ich die nötige Menge für einen Zielgewinn?

Menge für Zielgewinn = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ Deckungsbeitrag pro Stück. Du behandelst den Zielgewinn also wie zusätzliche Fixkosten. Genau das macht das optionale Feld „Zielgewinn“ im Rechner.

Was ist die Sicherheitsstrecke (Sicherheitsgrad)?

Die Sicherheitsstrecke ist der Abstand zwischen geplanter Absatzmenge und Gewinnschwelle. Sie zeigt, um wie viel der Absatz sinken darf, bevor du in die Verlustzone gerätst – als Stückzahl und in Prozent. Je höher, desto robuster ist deine Kalkulation.

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