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Kostenrechnung & Unit Economics

Deckungsbeitrag berechnen

Kostenloser Rechner für Stück-Deckungsbeitrag, Gesamt-DB, DB-Marge und Break-even – live, mit sichtbarem Rechenweg und ohne Anmeldung.

Deine Zahlen

z. B. Material, Wareneinsatz, Versand, Provision – alles, was pro verkauftem Stück anfällt.

z. B. Miete, Gehälter, Versicherungen – für Break-even & Gewinn.

Deckungsbeitrag pro Stück (DB)

27,00 €

DB-Marge: 55,1 % vom Preis

Gesamt-Deckungsbeitrag

13.500 €

Gesamtumsatz

24.500 €

Variable Kosten gesamt

11.000 €

Betriebsergebnis (nach Fixkosten)

5.500 €

Break-even (Fixkosten gedeckt ab)

297 Stück14.519 € Umsatz

Rechenweg

  • Stück-DB: 49,00 €22,00 € = 27,00 €
  • Gesamt-DB: 27,00 € × 500 = 13.500 €
  • Betriebsergebnis: 13.500 €8.000 € = 5.500 €
  • Break-even-Menge: 8.000 € ÷ 27,00 € = 297 Stück

Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt. Erst wenn der Gesamt-DB die Fixkosten übersteigt, entsteht Gewinn. Für ein Pitchdeck ist die DB-Marge eine zentrale Unit-Economics-Kennzahl.

Deckungsbeitrag berechnen – die Formel

Der Deckungsbeitrag (DB) ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken. Was darüber hinaus übrig bleibt, ist Gewinn. Es gibt zwei Ebenen:

Deckungsbeitrag pro Stück = Verkaufspreis − variable Stückkosten

Gesamt-Deckungsbeitrag = Stück-DB × Absatzmenge

Die DB-Marge setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zum Preis: DB-Marge = Stück-DB ÷ Preis × 100. Sie zeigt, welcher Anteil jedes Euro Umsatz zur Fixkostendeckung beiträgt – eine der wichtigsten Unit-Economics-Kennzahlen im Pitchdeck.

Variable Kosten vs. Fixkosten – die richtige Abgrenzung

Damit das Ergebnis stimmt, müssen die Kosten korrekt zugeordnet werden:

  • Variable Kosten fallen pro Stück an und steigen mit der Menge: Material, Wareneinsatz, Fertigungslohn, Versand, Verpackung, Transaktions- und Zahlungsgebühren, Verkaufsprovision.
  • Fixkosten fallen unabhängig von der Menge an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Software-Abos, Abschreibungen. Sie gehören nicht in die Stück-Kosten, sondern werden vom Gesamt-Deckungsbeitrag gedeckt.

Faustregel: Wenn eine Kostenposition bei einer verkauften Einheit mehr existiert, ist sie variabel. Bleibt sie auch bei null verkauften Einheiten bestehen, ist sie fix.

Beispielrechnung

Beispiel: Ein Produkt kostet 49 € (netto), die variablen Kosten betragen 22 € pro Stück, verkauft werden 500 Stück, die Fixkosten liegen bei 8.000 €.

KennzahlRechenwegErgebnis
Stück-Deckungsbeitrag49 € − 22 €27 €
DB-Marge27 € ÷ 49 €55,1 %
Gesamt-Deckungsbeitrag27 € × 50013.500 €
Betriebsergebnis13.500 € − 8.000 €5.500 €
Break-even-Menge8.000 € ÷ 27 €≈ 297 Stück

Ab rund 297 verkauften Stück sind die Fixkosten gedeckt – jedes weitere Stück bringt 27 € Gewinn. Bei 500 Stück liegt das Betriebsergebnis bei 5.500 €.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (DB1 bis DB5)

In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die Fixkosten schrittweise zugeordnet, statt sie in einen Topf zu werfen. So wird sichtbar, welches Produkt, welche Gruppe oder welcher Bereich wirklich zum Ergebnis beiträgt:

  • DB1: Umsatz − variable Kosten (das, was der Rechner oben primär zeigt).
  • DB2: DB1 − produktfixe Kosten (z. B. eine Maschine oder Lizenz nur für dieses Produkt).
  • DB3: DB2 − Kosten einer Produktgruppe oder eines Bereichs.
  • DB4 / DB5: abzüglich Bereichs- und schließlich Unternehmensfixkosten – ganz unten steht das Betriebsergebnis.

Im Rechner blendest du über „DB2 / mehrstufig“ die produktbezogenen Fixkosten ein und siehst den DB2 sofort.

Richtwerte: typische Deckungsbeitrags-Margen je Branche

Zur groben Einordnung deines Ergebnisses: typische DB-Margen (Anteil des Deckungsbeitrags am Umsatz). Die Spannen sind Richtwerte und ersetzen keine eigene Kalkulation.

BrancheTypische DB-Marge
Software / SaaS75–90 %
Beratung / Dienstleistung60–85 %
Handwerk / Bau30–55 %
E-Commerce / Onlinehandel30–50 %
Einzelhandel25–45 %
Großhandel12–25 %
Gastronomie60–75 %
Produktion / Industrie25–45 %

Richtwerte zur Orientierung. Tatsächliche Margen hängen stark vom Geschäftsmodell, der Kostenstruktur und der Definition der variablen Kosten ab.

Wofür brauchst du den Deckungsbeitrag?

  • Preiskalkulation: Welcher Preis deckt die variablen Kosten und trägt genug zur Fixkostendeckung bei?
  • Sortimentsentscheidung: Produkte mit dem höchsten Gesamt-Deckungsbeitrag fördern, DB-Verlierer überdenken.
  • Break-even-Analyse: Ab welcher Menge schreibst du schwarze Zahlen?
  • Zusatzaufträge: Solange ein Auftrag einen positiven Deckungsbeitrag liefert, lohnt er sich kurzfristig – auch unter Vollkosten.
  • Pitchdeck & Unit Economics: Investor:innen wollen die DB-Marge sehen, bevor sie über Skalierung sprechen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?

Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten. Pro Stück gilt: Stück-Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Stückkosten. Beispiel: 49 € Preis − 22 € variable Kosten = 27 € Deckungsbeitrag pro Stück.

Was ist die Formel für den Deckungsbeitrag pro Stück?

Stück-Deckungsbeitrag (db) = Verkaufspreis (p) − variable Stückkosten (kv). Multipliziert mit der Absatzmenge ergibt sich der Gesamt-Deckungsbeitrag: DB gesamt = db × Menge.

Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt. Gewinn entsteht erst, wenn der Gesamt-Deckungsbeitrag die Fixkosten übersteigt: Gewinn = Gesamt-DB − Fixkosten.

Was bedeuten DB1 und DB2 (mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung)?

DB1 ist der Deckungsbeitrag nach Abzug der variablen Kosten. Beim DB2 werden zusätzlich die produktfixen Kosten abgezogen, die sich direkt einem Produkt zuordnen lassen. In der mehrstufigen Rechnung folgen DB3 bis DB5 mit Bereichs- und Unternehmensfixkosten.

Wie berechne ich den Break-even aus dem Deckungsbeitrag?

Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück. Beispiel: 8.000 € Fixkosten ÷ 27 € Stück-DB ≈ 297 Stück. Ab dieser Menge sind die Fixkosten gedeckt und es beginnt die Gewinnzone.

Was ist eine gute Deckungsbeitrags-Marge?

Das hängt stark von der Branche ab: SaaS und Beratung erreichen oft 60–90 %, Handel und Großhandel eher 12–45 %. Wichtiger als ein absoluter Richtwert ist, dass der Gesamt-Deckungsbeitrag deine Fixkosten deckt. Die Richtwert-Tabelle auf dieser Seite hilft bei der Einordnung.

Was sind variable Kosten beim Deckungsbeitrag?

Variable Kosten fallen pro verkauftem Stück an und steigen mit der Menge – etwa Material, Wareneinsatz, Versand, Verpackung, Transaktionsgebühren oder Verkaufsprovisionen. Fixkosten wie Miete oder Gehälter gehören nicht dazu.

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