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Kalkulation

Marge berechnen

Kostenloser Marge-Rechner – aus Einkaufs- und Verkaufspreis sofort Marge in %, Aufschlag und Rohertrag, ohne Anmeldung.

Deine Preise

Einstandspreis / Selbstkosten ohne MwSt.

Nettoverkaufspreis ohne MwSt.

MwSt für Brutto-VK

Deine Marge

37,5 %

Rohertrag pro Stück: 30,00 €

Marge (vom VK)

37,5 %

Aufschlag (vom EK)

60,0 %

Rohertrag / Gewinn

30,00 €

VKBrutto-VK (19 %)

95,20 €

Einkaufspreis netto50,00 €
Verkaufspreis netto80,00 €
Rohertrag (Handelsspanne €)30,00 €
Marge (% vom VK)37,5 %
Aufschlag (% vom EK)60,0 %
Verkaufspreis brutto (inkl. 19 % MwSt)95,20 €

Rechenweg

  • Rohertrag = 80,00 € − 50,00 € = 30,00 €
  • Marge: 30,00 € ÷ 80,00 € × 100 = 37,5 %
  • Aufschlag: 30,00 € ÷ 50,00 € × 100 = 60,0 %

Hinweis: Der Rohertrag ist die Spanne zwischen Ein- und Verkauf – nicht dein Reingewinn. Gemeinkosten (Miete, Personal, Lager, Versand) und Ausfälle mindern die Marge zusätzlich.

Wie berechnet man die Marge?

Die Marge ist die Handelsspanne zwischen dem, was du für eine Ware bezahlst (Einkaufspreis), und dem, was du dafür verlangst (Verkaufspreis) – ausgedrückt in Prozent vom Verkaufspreis. Die Grundformel lautet:

Marge % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100

Der Zähler (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ist der Rohertrag bzw. die absolute Handelsspanne in Euro. Wichtig: Marge und Aufschlag werden immer mit Nettopreisen gerechnet – die Umsatzsteuer ist ein Durchlaufposten und würde die Kalkulation verzerren.

Marge vs. Aufschlag – der wichtige Unterschied

Marge und Aufschlag beschreiben denselben Rohertrag, aber aus unterschiedlicher Perspektive – und ergeben deshalb verschiedene Prozentwerte:

  • Marge (Handelsspanne): Rohertrag ÷ Verkaufspreis × 100 – Sicht „von oben“.
  • Aufschlag (Kalkulationszuschlag): Rohertrag ÷ Einkaufspreis × 100 – Sicht „von unten“.

Beispiel: EK 50 €, VK 80 €, Rohertrag 30 €. Die Marge beträgt 30 ÷ 80 = 37,5 %, der Aufschlag dagegen 30 ÷ 50 = 60 %. Beide Zahlen sind korrekt – sie beziehen sich nur auf eine andere Basis. Umrechnen kannst du so:

Marge = Aufschlag ÷ (100 + Aufschlag) × 100

Beispielrechnung

Ein Modehändler kauft ein Hemd für 50 € netto ein und verkauft es für 80 € netto. So sehen die Kennzahlen aus:

KennzahlRechenwegErgebnis
Rohertrag (€)80 € − 50 €30,00 €
Marge (% vom VK)30 € ÷ 80 € × 10037,5 %
Aufschlag (% vom EK)30 € ÷ 50 € × 10060,0 %
Brutto-VK (19 % MwSt)80 € × 1,1995,20 €

Aus 30 € Rohertrag werden also je nach Bezugsgröße 37,5 % Marge oder 60 % Aufschlag. Genau diese Werte berechnet der Rechner oben live mit – inklusive der Variante „Verkaufspreis aus Wunsch-Marge“.

Brutto oder netto rechnen?

Für die Marge zählt immer der Nettopreis. Die Mehrwertsteuer (in Deutschland 19 % oder ermäßigt 7 %) führst du nur an das Finanzamt ab – sie ist kein Teil deines Ertrags. Den Brutto-Verkaufspreis brauchst du nur für das Preisschild gegenüber Endkund:innen:

  • Brutto-VK = Netto-VK × (1 + MwSt-Satz/100), z. B. 80 € × 1,19 = 95,20 €.
  • Netto-VK = Brutto-VK ÷ (1 + MwSt-Satz/100), z. B. 95,20 € ÷ 1,19 = 80 €.

Im Rechner kannst du den MwSt-Satz oben umschalten – die Marge bleibt davon unberührt, nur der angezeigte Brutto-VK ändert sich.

Welche Marge ist üblich? (Branchen-Richtwerte)

„Gut“ ist eine Marge immer nur im Branchenvergleich. Diese Richtwerte zeigen typische Bruttomargen (Rohertrag in % vom Verkaufspreis) – sie dienen der Orientierung, nicht als feste Regel:

BrancheMarge (Richtwert)
Lebensmittel­einzelhandel5–15 %
Elektronik / Technik10–25 %
Großhandel10–30 %
Möbel / Einrichtung40–55 %
Mode / Textil50–65 %
Gastronomie (Speisen)60–70 %
Gastronomie (Getränke)70–80 %
Software / Dienstleistung70–90 %

Richtwerte für Bruttomargen im Handel/Gewerbe. Die tatsächliche Marge hängt von Sortiment, Einkaufsmacht, Standort und Wettbewerb ab. Vor unternehmerischen Entscheidungen mit eigenen Zahlen prüfen.

Marge ist nicht gleich Gewinn

Ein häufiger Denkfehler: Die berechnete Marge ist der Rohertrag, nicht der Reingewinn. Vom Rohertrag gehen noch alle Gemeinkosten ab:

  • Miete, Energie und Versicherungen,
  • Personal- und Lohnkosten,
  • Lager-, Verpackungs- und Versandkosten,
  • Bezugskosten wie Fracht, Zoll und Skonto,
  • Retouren, Rabatte und Zahlungsausfälle.

Erst nach Abzug dieser Kosten bleibt der tatsächliche Gewinn. Eine hohe Bruttomarge kann daher trotzdem zu einem mageren Reingewinn führen – plane deine Kalkulation entsprechend mit Puffer.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Marge?

Marge in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Beispiel: VK 80 €, EK 50 € → Rohertrag 30 €, Marge = 30 ÷ 80 × 100 = 37,5 %. Die Marge bezieht sich also immer auf den Verkaufspreis.

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?

Die Marge wird vom Verkaufspreis gerechnet (Sicht „von oben“), der Aufschlag vom Einkaufspreis (Sicht „von unten“). Derselbe Rohertrag ergibt unterschiedliche Prozentwerte: Ein Aufschlag von 50 % entspricht nur 33,3 % Marge.

Wie rechne ich Aufschlag in Marge um?

Marge = Aufschlag ÷ (100 + Aufschlag) × 100. Beispiel: 60 % Aufschlag → 60 ÷ 160 × 100 = 37,5 % Marge. Umgekehrt: Aufschlag = Marge ÷ (100 − Marge) × 100.

Was bedeutet Marge und Handelsspanne – ist das dasselbe?

Ja. Die Handelsspanne ist die relative Marge: der Rohertrag (Verkaufspreis minus Einkaufspreis) in Prozent vom Verkaufspreis. „Marge“, „Handelsspanne“ und „Spanne“ meinen im Handel praktisch das Gleiche.

Rechnet man die Marge mit Netto- oder Bruttopreisen?

Immer mit Nettopreisen. Die Umsatzsteuer ist für Unternehmen ein Durchlaufposten und würde die Kalkulation verfälschen. Den Brutto-Verkaufspreis (inkl. 7 % oder 19 % MwSt) blendet der Rechner separat ein.

Ist die Marge dasselbe wie der Gewinn?

Nein. Die Marge zeigt den Rohertrag, also nur die Spanne zwischen Ein- und Verkauf. Der echte Gewinn ergibt sich erst nach Abzug aller Gemeinkosten wie Miete, Personal, Lager, Versand und Zahlungsausfällen.

Welche Marge ist eine gute Marge?

Das hängt stark von der Branche ab (Richtwerte): Lebensmitteleinzelhandel oft nur 5–15 %, Mode/Textil 50–65 %, Gastronomie 60–70 % auf Getränke, Software/Dienstleistung teils über 80 %. Vergleiche die Marge daher immer innerhalb deiner Branche.

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